Bericht von der Herbstwanderung am 23. + 24.9.2017

Auf den Spuren der NASA

Die SCS-Herbstwanderung 2017 führte dieses Jahr ins Nördlinger Ries. Der Riesenkrater entstand vor ca. 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden von ca. 1000 m Durchesser, der mit einer Geschwindigkeit von 72 000 km/h in die Erdatmosphäre raste. Was sich dabei in Sekunden an Wucht (Sprengkraft v. 200 000 Atombomben)  und Temperaturen beim Eidringen in tiefe Schichten der Erde abspielte, konnten wir in einem Film im Kratermuseum anschauen. Schon in den sechziger Jahren machten sich diese Naturkatastrophe die Mondfahrer  Armstrong, Baldrin und Collins zu nutzen, sich hier ihr geologisches Wissen über die ausgeworfenen  Gesteinsschichten zu erweitern.

Der erste Tag führte uns entlang des Schäferweges. Wir genossen die einzigartige Landschaft bei herrlichstem Spätsommerwetter zwischen der Schwäbischen und Fränkischen Alb mit tollen Ausblicken nach Nördlingen und Utzmemmingen im 25 km großen Kratergebiet. Die Wegesränder waren übersät mit farbenfrohen Herbstblumen, Pilzen  und Wachholderbeeren. Frieder‘s „Zaubertrank“ vom Rotenberg steigerte noch das Glücksgefühl,  Einer konnte danach durch den dichten Morgennebel über der Ebene den weit entfernten Ipf erkennen und einer anderer verlor bei seiner Wanderpower seine Sohlen!

Am Baldinger Tor empfing uns freundlich eine Gruppe des Freilichttheaters in Nördlinger Tracht. Nun folgte ein Rundgang auf der vollständig erhaltenen Stadtmauer, unter uns stets nett gerichteten Häuschen mit gemütlichen kleinen Gärten und Terrassen. Nach einem Rundgang durch die malerische Stadt besuchten wir das Riesenkratermuseum. Durch die historische und saubere Stadt waren viele Gruppen mit Führern unterwegs…das brauchen wir nicht, wir haben ja „Opi“. Er und „Brutschi“ hatten sich wieder „mächtig ins Zeug gelegt“ , um uns ein solch schönes Wochenende zu bieten! Auch hatte er wieder ein gutes Händchen, uns in einem Landgasthof unter zu bringen, in dem ein langer Abend folgte, zumal sich manche Teilnehmer selten sehen und es viel zu erzählen gab.

Nach Verabschiedung von den Wirtsleuten,  Alpakas und anderem Getier, fuhren wir am zweiten Tag hinüber nach Wemding. Die Sonne strahlte durch den Morgennebel und kündigte wieder eine schöne Tour an, so dass wir gerne den Treppen-Anstieg zum Waldsee hoch in Kauf nahmen und uns auf den Sagenweg machten. Die reichlich auf Infotafeln beschriebenen mystischen Stellen und idyllischen Seen im Wald verdrängten das heutige auf und ab. Die Tour endete an der Wallfahrtsbasilika Marie Brünnlein mit einem einzigartigen Altarbrunnen. Im Wallfahrtsgasthaus stärkten wir uns für die Heimfahrt.

Es war wieder angenehm, mit den treuen Herbstwanderern zwei Tage zu verbringen und besonders nett war es, dass wieder die Gruppe der sympathischen Jugendlichen dabei waren, die stets für eine lockere Atmosphäre sorgten. Zwei von ihnen haben übrigens vor, in Tibet zu heiraten…das ist „cool“, zumal es in dem Dorf –  4 700 m  hoch gelegen – im Februar „sau-cool“ ist…alles Gute den Beiden!

24.9.2017 sr